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letzte Aktualisierung: 11. August 2019  -  21.30 Uhr
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Herr Dr. Linnemann, sehr geehrte Damen und Herren, dass den 8 Seiten des Berichts über den Jahresabschluss der Albstadtwerke weitere 10 Seiten als „Ergänzung“ zur Diskussion zu den Bädereintrittspreisen hinzugefügt wurden, ist ein bisher einmaliger Vorgang. Das rechtfertigt auch, dass Gemeinderats- Mitglieder – unabhängig von sonstigen „Gepflogenheiten“, die OB Konzelmann anmahnte, darauf eingehen können. Zunächst einmal tangiert es mich maximal peripher, was auf Ihrem WC „steht oder hängt“ oder „stand oder hing“, Herr Dr. Linnemann - um einmal in Ihrem Terminus zu bleiben. Was allerdings nicht geht, ist, dass hier Bürger, die einen Beschluss kritisieren, und demokratisch gewählte, ehrenamtlich tätige Gemeinderatsmitglieder mit einem wahrhaftigen Klospruch, von Ihnen, Herr Dr. Linnemann, diffamiert und beleidigt werden. Sie tun damit genau dass, was Sie fälschlicherweise den Kritikern vorwerfen. Für alle, die es nicht gelesen haben - es steht auch auf der Webpage der Stadt Albstadt: Dr. Linnemann zitiert neben weiteren Bezichtigungen Dieter Nuhr: „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.“(!) Soll das der Stil im neuen Gemeinderat werden – oder warum wurde Solches auch noch schriftlich an alle Gemeinderäte weitergereicht? Durch wen werden denn hier die „tiefen Gräben“ aufgerissen, die der CDU-Fraktionsvorsitzende auf der letzten Sitzung so bejammerte? Und durch welche Politik kommen sie zustande?! Von einem Geschäftsführer der ASW erwarten wir wahrlich mehr Souveränität und Sachlichkeit, ganz zu schweigen von einem höflichen Umgang mit Bürgern und den gewählten Gemeinderäten. Als oberster Aufsichtsrat der Albstadtwerke und Oberbürgermeister der Stadt Albstadt, sollten Sie, Herr OB Konzelmann, solche unflätigen Schreiben weder dulden noch auf die Webpage der Stadt stellen. Ich stelle daher den Antrag, dieses Schreiben sofort von der Webpage der Stadt zu entfernen und bestehe auf einer Abstimmung hier im Gemeinderat diesbezüglich. Der ganze Vorgang zeigt, dass die Kritik von Z.U.G., von Teilen der Grünen, von einzelnen weiteren Gemeinderäten und von Albstädter Bürgern offenbar genau ins Schwarze trifft. Das wirkt bis hinein in den Aufsichtsrat, in dem einzelne Mitglieder durchaus Bereitschaft signalisierten zu „Nachverhandlungen“ bezüglich der Eintrittspreise. Was Sie, Herr Dr. Linnemann offensichtlich nicht einsehen ist: - Dass es Albstädter Bürger gibt, die mit jedem Cent rechnen müssen, aber dies Ihnen nicht das Recht gibt, diese Leute als „nicht-sozial und egoistisch“ abzukanzeln, ihnen gar „asoziales Cherry-Picking“ (auf deutsch sinngemäß „asoziale Rosinenpickerei“) vorzuwerfen! - Dass der Bezug von Strom spätestens seit der neoliberalen Öffnung des Strommarktes nichts, aber auch gar nichts, mit Ihrer angeblichen „Solidargemeinschaft“ zu tun hat. - Dass weder die Stadtwerkekunden, noch die Krankenhausbenutzer noch, noch, … etwas dafür können oder es sich gewünscht haben, dass immer mehr öffentliche Einrichtungen zu GmbHs werden, die dann den Konkurrenzkampf auf dem Rücken der Kunden, der Bäderbesucher, der Kranken usw. austragen. - Es ist wirklich bedenklich, wenn ein Geschäftsführer der ASW jedes Gespür dafür vermissen lässt, dass er nicht nur mit den neuen Eintrittspreisen, die bundesweit wahrlich „einzigartig“ sind, sondern auch mit seinen Methoden und Äußerungen selbst dazu beiträgt, weitere Kunden der ASW zu vergraulen. Da leider auch der offene Brief von Z.U.G. bis heute nicht beantwortet wurde, bekräftige ich hiermit erneut die Forderung von Z.U.G. und vielen Bürgern: Rück- nahme der Erhöhung der Eintrittspreise in den städtischen Bädern und Rückkehr zum bisherigen Preis von € 3,60 noch vor den Sommerferien. In Zeiten des Internets, des Telefons und des Handys dürfte es für die Aufsichtsräte der ASW ein Leichtes sein, diesen Beschluss schnellst möglich zu fassen. Des Weiteren habe ich bezüglich des Geschäftsberichts noch eine Frage: Wurde das Blockheizkraftwerk, das seit Jahren in Besitz der ASW und ausdrücklich nicht Gegenstand des früheren Pachtvertrags mit g1 war, jetzt ebenfalls an g1 überschrieben?Wenn ja, bedeutet dies, dass g1 nicht mehr ASW-Kunde ist, und somit ein Wegfall der Einnahme durch Stromverkauf gegeben ist?