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letzte Aktualisierung: 01 Juli 2019  -  19.30 Uhr
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                         Lautlinger Ortsumfahrung? - Das geht uns alle an!                          Erklärung des kommunalen Wahlbündnis Z.U.G. Albstadt, Dezember 2018 „Verkehr raus aus dem Ort“ -vollkommen berechtigt Die von Verkehrslärm und Luftverschmutzung geplagten Anwohner der B 463 in Lautlingen haben Recht. 23 000 Autos und LKWs pro Tag sind gesundheitsgefährdend und zerstören die Lebens- qualität. Wer dort wohnt, spürt das Tag und Nacht. Aber wie kann und soll das Verkehrsproblem gelöst werden? Darüber ist eine wichtige Auseinandersetzung entbrannt, in deren Verlauf sich gleich vier Bürgerinitiativen mit z.T. unterschiedlicher Zielsetzung gegründet haben. Wer denkt, das sei nur ein Lautlinger Problem, das sie unter sich ausmachen sollen, liegt falsch. Die Sache geht uns alle an.  Großflächige Umweltzerstörung und weitere Verkehrszunahme verhindern Die von Amts wegen zur Planungsgrundlage erklärte Ortsumfahrung der sogenannten „Amtstrasse“ und das laut OB Konzelmann künftig „vorrangige Gewerbegebiet auf Hirnau“  sind inakzeptabel. In vollem Bewusstsein wird damit eine unwiederbringliche Umweltzerstörung geplant, die offenbar gegen den Willen eines Großteils der Bevölkerung und zwei der Bürgerinitiativen durchgesetzt werden soll: Dauerhafte Zerstörung landwirtschaftlicher Nutzflächen und unbebauter Erholungsgebiete für die Menschen. Flächenversiegelung, Bodenvernichtung, Zerstörung von 15 Biotopen, auch FFH- Gebiete. Massive Eingriffe in den Wasserhaushalt und teilweise geologisch schwieriges Gelände. Das erhöht zusätzlich die wachsende Gefahr von Hangrutschen und Überschwemmungen bei künftig sowieso häufiger zu erwartetenden Extremwetterereignissen mit Starkregen. Warum erfährt man nichts über den Inhalt eines geologischen Gutachtens von 2008? Warum ignorieren und verschweigen die Stadt und das Regierungspräsidium Tübingen, dass früher schon Amtsvertreter in Bonn und Berlin sagten: „Diese Idee der Amtstrasse kann man so nicht bauen.“? Spaltung und Erpressung „Entweder „Amtstrasse“ oder zurück auf null und alles bleibt weitere Jahrzehnte beim Alten.“ Dieses Drohszenario wurde von der Stadt, von Verwaltungsleuten, im Gemeinde- und Ortschaftsrat, von den Bundestags- und Landtagsabgeordneten des Kreises und einflussreichen örtlichen Industrievertretern systematisch verbreitet und aufgebauscht, um auf Teufel komm raus Zustimmung für einen baldigst möglichen Baubeginn zu erhalten. Damit haben sie die Lautlinger Bevölkerung gespalten. Dieses Erpresserargument ist an sich schon ein Armutszeugnis für die herrschende Politik. Warum soll man sich solchen Zuständen beugen? Mit einem Knalleffekt platzte dann auch diese Inszenierung vor den Augen der Öffentlichkeit: Kaum kommt ein Möbelhaus-„Investor“ (oder künftig auch andere), können Stadt und Regierungspräsidium plötzlich doch flexibel sein und die Planung aussetzen, um sie an die Bedürfnisse des Investors anzupassen. Sieh einer an! Selbst wenn die Gemeinderatsmehrheit völlig zurecht dem Möbelhausriesen auf Hirnau inzwischen eine Absage erteilt hat, bleibt die Frage im Raum: Welche konkreten wirtschaftlichen Interessen diktieren eigentlich den Plan, dermaßen rücksichtslos die sogenannte „Amtstrasse“ durchzuziehen? Für wen machen sich unsere Bundestags- und Landtagsabgeordneten stark, die sich so gern rühmen, seit Jahren und Jahrzehnten den Ausbau der Straße(n) gefordert zu haben? Wenn es ihnen wirklich um die vielbeschworenen Interessen der Bevölkerung ginge, dann müssten sie ein offenes Ohr haben für die vorliegenden, weniger Umwelt verbrauchenden und effektiveren Vorschläge der Bürgerinitiative „Engagierte Lautlinger Bürger“, die auch von weiteren unterstützt wird und – so man nur will – in der Umsetzung nur eine geringfügige Verzögerung gegenüber der „Amtstrasse“ bedeuten würde. Bürger werden hinters Licht geführt - ein Plan ohne Perspektive Wieso behauptet die Stadt, sie hätte schon fast alle Grundstücke, obwohl sie nachweislich nur einen Bruchteil davon in der Hand hat? Warum droht sie mit Enteignung und behauptet wider besseren Wissen, das sei ggf. innerhalb eines halben Jahres durchzuziehen? Warum werden engagierte Bürger öffentlich der Lüge bezichtigt, anstatt deren Hinweisen nachzugehen und alle Ungereimtheiten zwischen den verschiedenen Planungs- und Verwaltungsebenen RP, Land und Bund aufzuklären? Was sind das überhaupt für Methoden? Ein Plan mit Perspektive... ... beugt sich nicht dem Trommelfeuer der pragmatischen Rechtfertigungen von „zu teuer“ (Verkehrsminister Herrmann, GRÜNE), „rechnet sich nicht“ (Ortsvorsteherin Lautlingen, CDU), „bringt nichts“ (GRÜNE-Fraktion Gemeinderat), „man kann nichts machen, zu spät“ (Ministerpräsident Kretschmann, GRÜNE). ... muss die immer weiter um sich greifende Flächenversiegelung stoppen. ... zerstört nicht die Umwelt zugunsten einer vom Profit diktierten Wirtschaft, die die Lagerhaltung weitgehend aufgelöst und in LKWs auf die Straße verlagert hat. Die Waren und Halbfertigprodukte international um die Welt karrt und Produktionsstandorte, Verwaltung, Krankenhäuser, Schulen usw. immer mehr zentralisiert und dadurch das Verkehrswesen und die Umwelt an den Rand des Kollapses gebracht hat. Die sehenden Auges die Lebensbedingungen und Gesundheit der Menschen aufs Spiel setzt.  ... muss den immer weiteren Ausbau des PKW- und LKW-Verkehrs und das Festhalten am Verbrennungsmotor grundlegend in Frage stellen. ... muss der Schiene und umweltfreundlichen Verkehrsmitteln den Vorrang geben und einen attraktiven und perspektivisch kostenlosen ÖPNV (ohne Umsteigen von Tübingen/Reutlingen bis nach Onstmettingen) forcieren, statt den immer weiteren Straßenausbau. Wo bleiben da die GRÜNEN und die Mehrheiten im Gemeinderat?  Die Erfahrungen in Lautlingen sind ein wichtiger Lernprozess Statt Spaltung brauchen wir mehr Zusammenschluss. Sich gemeinsam und organisiert engagieren. Alle Kräfte stärken, die sich nicht in blindem Vertrauen den sogenannten „Sachzwängen“ unterordnen. Lernen wir, auf die eigene Kraft zu vertrauen. Die städtische Führungsriege ist zurecht nervös, denn die Bevölkerung hat noch viele Rechnungen offen: Badkap und g1, Krankenhauspläne, Wassertarife, um nur an einige zu erinnern. Auch für Lautlingen gilt: Wir haben nur die eine Erde und sind verpflichtet, sie unseren Nachkommen verbessert zu hinterlassen statt in perspektivloser Weise Landschaft und Lebensbedingungen zu zerstören. Macht mit! Unterstützt die Bürgerinitiativen gegen die Amtstrasse. Werdet Mitglied im kommunalen Personenbündnis Z.U.G. und bewerbt euch für eine Kandidatur auf der Z.U.G.-Liste für die Gemeinderatswahl im kommenden Jahr.